Walking Pad kaufen: Worauf ist zu achten?

Darauf kommt es bei der Laufband-Alternative an

Sperrige Laufbänder waren gestern: Wer im Büro oder zu Hause seine tägliche Schrittzahl verbessern möchte, für den kommt eine kompaktere Alternative infrage. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten sollten, wenn Sie ein Walking Pad kaufen möchten.

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Gerade bei Berufstätigen oder Senioren kommt die Bewegung im Alltag oft zu kurz. Dabei müssen es nicht zwingend die berühmten 10'000 Schritte am Tag sein: Eine aktuelle Auswertung relevanter Studien besagt nämlich, dass sich das Risiko eines vorzeitigen krankheitsbedingten Todes bereits durch 7'000 Schritte täglich nahezu halbieren lässt.

Ausreichend Bewegung wirkt sich aber nicht nur positiv auf die körperliche Gesundheit aus, sondern schützt auch vor Depressionen und baut effektiv Stress ab. Doch wie lässt sich die Schrittzahl neben Job, Haushalt, Kinderbetreuung und Terminen erreichen? Eine praktische Lösung für diese Herausforderung ist das Walking Pad. Wir erklären Ihnen, wie es funktioniert und was es beim Kauf zu beachten gilt.

Was ist ein Walking Pad und für wen ist es sinnvoll?

Auf den ersten Blick wirkt ein Walking Pad wie ein kleines Laufband, allerdings ist es speziell fürs Gehen konzipiert. Das ist auch einer der wesentlichen Unterschiede zum Laufband: Während das kompakte, meist klappbare Walking Pad für eine gemässigte Geschwindigkeit vorgesehen ist, ist das grössere und schwerere Laufband zum Joggen mit höherem Schritttempo und grösserer Trainingsintensität vorgesehen. Damit ist ein Walking Pad gut geeignet für Menschen, die sich eine gelenkschonende Mobilisation im Alltag wünschen, ohne Höchstleistungen vollbringen zu müssen.

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Welche Vorteile hat ein Walking Pad?

Der grosse Pluspunkt eines Walking Pads sind seine platzsparenden Abmessungen. Dadurch lässt es sich im Gegensatz zum sperrigen Laufband besonders flexibel einsetzen: So können Sie das Walking Pad beispielsweise im Büro bzw. Homeoffice unter dem Schreibtisch oder daheim beim Fernsehen, Bügeln oder Telefonieren nutzen. Sie müssen also ihre Tätigkeit nicht unterbrechen, um ‒ quasi nebenbei ‒ Ihre tägliche Schrittzahl zu verbessern.

Viele Modelle sind zudem klappbar, sodass Sie diese problemlos verstauen können. Wenn Sie ein Walking Pad kaufen, müssen Sie auch nicht so tief in die Tasche greifen wie bei einem Laufband: Die kompaktere Bauweise, die geringere Motorleistung und der kleinere Funktionsumfang wirken sich positiv auf den Preis aus ‒ wobei es auch hier grosse Unterschiede gibt.

Natürlich hat ein Walking Pad auch Nachteile: Ein Laufband bietet Ihnen mehr Trainingsvielfalt und ‑intensität, während bei der Kompaktvariante die Mobilisation im Vordergrund steht. Sie sollten also nicht erwarten, dass Sie mit dem Walking Pad massiv abnehmen oder ein hohes Fitnesslevel erreichen. Zudem ist die Lauffläche beim Walking Pad recht klein und viele Modelle haben keine Haltestangen. Dadurch kann– gerade auch bei älteren Menschen – die Trittsicherheit beeinträchtigt werden.

Welche Unterschiede gibt es zwischen den Geräten?

Neben Abmessungen, Materialien und Funktionsumfang unterscheiden sich die angebotenen Walking Pads vor allem in drei Punkten: Antriebsart, Steigungsoption und Geschwindigkeit. Sie können beispielsweise Walking Pads mit und ohne Motor kaufen. Die Vorteile von motorlosen Modellen liegen unter anderem im stromlosen Betrieb. Oft sind Walking Pads ohne Motor auch günstiger und wartungsärmer. Allerdings werden sie rein durch Muskelkraft angetrieben und bieten dadurch keine konstante Geschwindigkeit. Auch sind bei diesen Modellen keine Steigungen möglich. Sie eignen sich daher vorwiegend für Gelegenheitsnutzer, die in puncto Komfort keine allzu hohen Ansprüche stellen.

Mit Motor können Sie zwischen Walking Pads mit und ohne Steigung wählen. Geräte mit Steigungsfunktion simulieren einen leichten Anstieg, was das Gehen anstrengender macht und mehr Energie verbraucht. Darüber hinaus können Sie zwischen verschiedenen Maximal-Geschwindigkeiten wählen. Viele Modelle haben eine Begrenzung bei 6 Kilometern pro Stunde, was einem zügigen Schritttempo entspricht.

Es sind aber auch spezielle Varianten mit 12 oder 18 Stundenkilometern erhältlich, die schon fast schmalen Laufbändern entsprechen. Diese Fitnessgeräte sollten dann entsprechend robust sein und über eine Haltestange verfügen, damit Sie sicher trainieren können. Bedenken Sie jedoch, dass bei der Nutzung eines Walking Pads mit hoher Geschwindigkeit «Nebentätigkeiten» wie das Arbeiten am Schreibtisch kaum noch möglich sind.

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Walking Pad kaufen: Worauf noch achten?

Möchten Sie ein Walking Pad kaufen, sollten Sie weitere wichtige Kriterien beachten:

  • Lauffläche: Insbesondere für Anfänger empfiehlt sich eine grössere Lauffläche, um Verletzungen zu vermeiden. Experten empfehlen eine Länge von 120 Zentimetern und eine Breite von mindestens 40 Zentimetern.
  • Tragfähigkeit: Die maximale Tragfähigkeit sollte höher sein als Ihr Körpergewicht. Je höher die Tragfähigkeit, desto besser werden auch Ihre Schritte abgefedert.
  • Gewicht: Leichtere Modelle lassen sich einfacher transportieren – dafür sind Walking Pads mit mehr Gewicht stabiler und standfester. Wenn Sie häufig den Trainingsplatz wechseln, ist der Kauf eines Geräts mit Rollen sinnvoll.
  • Lautstärke: Grundsätzlich sollte ein Walking Pad leise sein, damit es nicht beim Arbeiten oder Fernsehen stört. Allerdings spielt bei der Lautstärke nicht nur das Gerät an sich eine Rolle, sondern auch Tempo, Gewicht und Laufstil der Person, die darauf geht.
  • Trainingsprogramme: Manche Walking Pads bieten ähnlich wie Laufbänder verschiedene Modi wie Intervall- oder Cardiotraining. Diese sind jedoch unnötig, wenn es Ihnen lediglich ums unkomplizierte Schrittesammeln geht.
  • Display: Auch dieses Kriterium wird häufig überbewertet. In der Regel reicht es aus, wenn auf dem Display Werte wie Zeit, Geschwindigkeit, Streckenlänge und Schrittzahl angezeigt werden.
  • Fernbedienung: Bei Modellen mit Motor lassen sich mit ihr Funktionen wie Start, Stopp und Geschwindigkeit wählen, ohne dass Sie sich mühsam hinunterbeugen müssen. Das ist vor allem dann praktisch, wenn Sie das Walking Pad im Büro unter dem Schreibtisch verwenden.

Überlegen Sie sich also, in welchen Settings und wie intensiv Sie das Walking Pad nutzen wollen, bevor Sie es kaufen. Dann steht dem Erreichen Ihres persönlichen Schrittpensums nichts im Wege.

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